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Berufen und bestellt Von Rabbinern, Pfarrern und Imamen n unserer multikulturellen Gesellschaft leben Menschen verschiedener Religionen zusammen. Christen, Muslime und Juden unterschiedlicher Ausrichtung leben nebeneinander und wissen oft viel zu wenig voneinander. Am Arbeitsplatz, in der Schule, beim Einkauf und bei vielen anderen Gelegenheiten im Alltag begegnen wir Angehörigen dieser Religionen. Manche Religionen sind als Institutionen organisiert, manche sind an ihren Gottes- und Versammlungshäusern im Stadtbild zu erkennen. Mitunter erkennen wir Gläubige sogar an ihrer besonderen Kleidung. Zahlreiche Gläubige versammeln sich in religiösen Gemeinden, die von eigens berufenen und bestellten Amtsträgern geleitet werden. Deren Aufgaben und Selbstverständnis sind vielfältig und einem ständigen Wandel unterworfen. Lange Zeiten waren christliche Priester und Pfarrer volle Kirche gewohnt; wenn "Rom" gesprochen hatte, war die "Sache" beendet. Heute stehen sie oft vor leeren Bänken und müssen überlegen, ob ihre Kirchen geschlossen oder sogar aus Kostengründen abgerissen werden müssen. Waren die Rabbiner bis zum 19. Jahrhundert vor allem Rechtsgelehrte, so rückte nach der Aufklärung die Predigt in den Vordergrund. Die große Zahl der jüdischen Zuwanderer aus der ehemaligen Sowjetunion nach Deutschland stellt die heutigen Rabbiner wiederum vor ganz andere Probleme, da neben Seelsorge, Glaubenslehre jetzt auch besonders Lebenshilfe angefragt wird. Zu den ursprünglichen Aufgaben eines Imam gehören die Leitung von Gottesdiensten und Gebeten. Beim Freitagsgebet soll er im zweiten Teil seiner Ansprache auf die aktuellen Probleme in seiner Gemeinde und in der Welt eingehen. Welche Schwierigkeiten ergeben sich da, wenn er die Arbeitswelt in Deutschland nicht kennt, die Sprache des Landes nicht spricht und versteht, da er z.B. in der Türkei ausgebildet wurde und nur für begrenzte Zeit nach Deutschland entsendet wurde. Zudem erwartet man von ihm zunehmend Hilfeleistungen. Gleichzeitig soll er als türkischer Staatsangestellter die Identifikation mit dem Heimatland fördern. Das Rabbinatsmuseum Braunsbach möchte mit seiner Reihe "Interreligiöser Dialog" einen Beitrag leisten, die Pluralität religiöser Überzeugungen wahrzunehmen und angemessen mit ihr umzugehen. Vornehmlich wird dabei auf die drei großen monotheistischen Religionen Judentum, Christentum und Islam eingegangen. Die aktuelle Sonderausstellung "Berufen und bestellt" widmet sich den Gemeindeleitern. Wir stellen Rabbiner, Priester und Imam vor. Sie gewähren Einblick in ihre Ämter und berichten von ihrem Alltag. In Videointerviews stellen sie ihren Werdegang, ihre Aufgaben und spezifischen Probleme dar. Informationstexte und Exponate bieten zusätzliche Einblicke. So werden u.a. grundlegende Schriften, Amtsroben und Gerätschaften gezeigt. Die Eröffnung der Ausstellung ist am Sonntag, 15.1.2012, um 14 Uhr. Um 14.30 Uhr und um 16.00 Uhr werden die Interviewfilme vorgeführt. Trotz der z.Zt. im Museum herrschenden Winterferien, wird die Ausstellung bis zum 2. April auf Anmeldung für Gruppen ab 5 Personen nach Terminvereinbarung geöffnet sein.
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Europäischer Tag der Jüdischen Kultur unter dem Motto "Erbe und Modernität" "Erbe und Modernität" - unter dieser Überschrift laden jüdische Gemeinden, Gedenkstätten und Museen auf beiden Seiten des Rheins zum Europäischen Tag der Jüdischen Kultur. Das Programm am 4. September 2011 ist so vielfältig wie umfangreich: In mehr als 40 Orten in Baden-Württemberg und an über 30 Orten im Elsass finden Veranstaltungen statt. Auch darüber hinaus steht der erste Sonntag im September wieder im Zeichen der jüdischen Kultur. In 30 Ländern öffnen sich die Tore zu Synagogen und Friedhöfen, Gedenkstätten und Museen. Der Europäische Tag der Jüdischen Kultur setzt sich seit mehr als zehn Jahren zum Ziel, die Geschichte des europäischen Judentums, seine Bräuche und Traditionen bekannt zu machen. Auch in diesem Jahr bündelt eine zweisprachige Broschüre die Veranstaltungen beiderseits des Rheins. Diese verweisen auf die jahrhundertealten Verbindungen der jüdischen Gemeinden und auf deren Verflechtungen mit der regionalen Kultur. Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts war das Landjudentum prägend für die jüdische Kultur im Elsass, in Baden, Württemberg und Hohenzollern. Die Gemeinden heute pflegen das Erbe und bewahren die Spuren vernichteten jüdischen Lebens. Diesem Anliegen widmen sich am 4. September zahlreiche Veranstaltungen. An vielen Orten können ehemalige oder auch aktive Synagogen besichtigt werden, so etwa in Stuttgart. Die Besucher erhalten Einblick in das aktuelle, sich weiter etablierende Gemeindeleben wie beispielsweise in Ulm, wo der Planungsstand der neuen Synagoge erläutert wird. Zahlreiche Ausstellungen, Lesungen, Konzerte und Podiumsdiskussionen runden das Programm ab. Viele Ehrenamtliche in den jüdischen Gemeinden, Gedenkstätten und Museen ermöglichen diesen Sonntag mit ihrem großen Engagement. Die Koordination und Organisation der Programme erfolgte durch B'nai Brith René Hirschler, Strasbourg, in Zusammenarbeit mit der Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten und Gedenkstätteninitiativen in Baden-Württemberg und der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg. Das Veranstaltungsprogramm für den "Europäischen Tag der Jüdischen Kultur" steht auch im Internet: http://www.gedenkstaetten-bw.de/2384.html Die zweisprachige Broschüre mit allen Veranstaltungen im Elsass und in Baden-Württemberg am 4. September 2011 kann angefordert werden bei: FUTURA Marketing- und Vertriebsservice GmbH, Robert-Bosch-Straße 48-50, D-88 353 Kisslegg. Telefon: 01805 - 55 66 90 Emailadresse: adressen@futura-kisslegg.de |
![]() Am 4. September 2011 ist das RMB von 14:00 h bis 17:00 h geöffnet! |
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Immer voraus und immer entgegen Sonderausstellung im Rabbinatsmuseum Braunsbach Am Sonntag, 14.8. 2011 wird im Rabbinatsmuseum Braunsbach eine Sonderausstellung mit dem Titel "Der Zukunft entgegen - Bedeutende Juden in Kultur, Wirtschaft und Wissenschaft" eröffnet. Benutzt man einen Kugelschreiber oder ein Tempo-Tuch, hört man eine Schallplatte oder düngt man seinen Garten mit Blaukorn - immer hat man es mit Produkten von jüdischen Kaufleuten, Erfindern oder Forschern zu tun. Glaubt man den Statistiken, so sind von den 836 Nobelpreisträgern seit Anbeginn der Preisvergabe 22% Juden oder jüdischer Abstammung; und das bei einem Anteil an der Weltbevölkerung von ca. 0,2 %. Nicht minder ist die Zahl von Politikern, Finanzfachleuten, Schriftstellern, Schauspielern und Musikern jüdischer Herkunft. Die Ausstellung stellt bekannte und unbekannte Geistesgrößen vor. Exponate veranschaulichen die Werke bedeutender Juden in verschiedenen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens. Gleichzeitig werden Erklärungen für die große Repräsentanz von Juden in Kultur, Wirtschaft und Wissenschaft angeboten. Zu sehen ist die Ausstellung in Braunsbach bis zum 23. Oktober 2011 zu den regulären Öffnungszeiten des Rabbinatsmuseums sowie für Gruppen auf Absprache. |
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Loben und Klagen Psalmen erschließen Leben - Vortrag im Rabbinatsmuseum Braunsbach Am 29. Mai 2011 endet im Rabbinatsmuseum Braunsbach die Ausstellung "Preisungen" mit Werken von Jakob Abitbol. Zu diesem Anlass hält die evangelische Theologin Elfriede Pick, Köln, einen Vortrag um 16.00 Uhr im Museum. "Wo findet man feinere Worte der Freude…? Wo findet man tiefere Worte voll Klage, Jammer und Traurigkeit…? Jedermann, in welcher Lage er auch ist, findet im Psalter Worte, die seine Lage genau treffen und ihm so angemessen sind, als wären sie allein um seinetwillen so gesprochen…'" - so schrieb schon Martin Luther 1528 über die Psalmen. Sie sind die Gebete, die bis zum heutigen Tage Christen und Juden gemeinsam sprechen. In ihrem Vortrag wird Frau Pick auf die Bedeutung der Psalmen eingehen und an einigen Beispielen erläutern. Elfriede Pick unterrichtete bis zu ihrer Pensionierung an einem Kölner Gymnasium evangelische Religionslehre, Deutsch und Geschichte. Sie führte viele Jahre mit Schülern und Eltern die Aktion "In einem Jahr durch die Bibel" durch und begleitete sie mit Vorträgen und Gesprächen, in denen sie Hintergrundwissen zur Bibel anbot. Darüber hinaus hat sie sich in Köln mit ihren Lesungen zu anderen biblischen Themen und den großen Weltreligionen einen Namen gemacht. Mit dieser Veranstaltung endet die Ausstellung im Rabbinatsmuseum. Gelegenheit, die Werke von Jakob Abitbol noch einmal zu sehen, besteht am 29.5. ab 14.30 Uhr. |
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"Prächtig und zauberhaft schön siehst du aus" Jacob Abitbol stellt im Rabbinatsmuseum aus Diese Aussage aus dem Hohenlied trifft sicher auch auf die Bilder von Jacob Abitbol, freischaffender Künstler aus Schwäbisch Hall, zu. Eine Auswahl seiner Werke zeigt das Rabbinatsmuseum Braunsbach unter dem Ausstellungstitel "Preisungen" ab dem 3. April 2011. 1989 begann Jacob Abitbol mit der Serie von Siebdrucken, die biblische Texte wie die Psalmen und das Hohelied interpretieren. Aus der Distanz zu Israel setzt er sich dabei mit dem eigenen religiösen Hintergrund, dem sephardischen Judentum, auseinander. "Ich will eine Verbindung herstellen zwischen meiner eigenen jüdischen marokkanischen Kultur und der modernen Welt." Es ist dem Künstler gelungen, die Bildsprache des Orients, hebräische Schriftzeichen, jüdische Symbole, bildliche Motive und Ornamente, ausdrucksvoll mit modernen, abstrakten Gestaltungselementen zu verbinden. Auch für christliche Betrachter stellen seine Werke eine Herausforderung dar, indem sie sich mit den Wurzeln ihrer eigenen Religion befassen können. In einer Sonderausstellung zeigt das Rabbinatsmuseum Braunsbach Werke von Jacob Abitbol. Die Eröffnung der Ausstellung ist am Sonntag, 3.4.2011, 15.00 Uhr im Museum in Anwesenheit der Künstlers. Für Fragen der Besucher steht er gerne zur Verfügung. Herr BM Harsch wird die Besucher begrüßen. Bis zum 29.5.2011 werden die Bilder im Rahmen der regulären Öffnungszeiten des Museums zu sehen sein. Außerhalb dieser Zeiten können Besuche von Gruppen wie gewohnt mit der Museumsleitung abgesprochen werden. Zum Abschluss der Ausstellung wird eine Theologin aus Köln einen Vortrag zum Thema "Psalmen - ein christlich-jüdisches Gebet" halten.
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16.01.2011, 15 h - Alltag im Heiligen Land Ulrich W. Sahm spricht in Braunsbach Zum wiederholten Male kommt Ulrich W. Sahm, Korrespondent in Jerusalem, nach Deutschland. Am Sonntag, 16. Januar 2011, ist er in Braunsbach beim Rabbinatsmuseum zu Gast. Er wird im Rosensteinsaal der Burgenlandhalle über den Alltag im Heiligen Land sprechen. Sahm begann in Bonn sein Studium der evangelischen Theologie, Judaistik und Linguistik;. 1970 setzte er es mit dem Studium der Hebräischen Literatur an der Hebräischen Universität in Jerusalem fort. Seit Mitte der siebziger Jahre arbeitet er in Israel als Nahost-Korrespondent für verschiedene Medien. Für das Rabbinatsmuseum Braunsbach drehte er 2008 einen Film über Simon Berlinger, den letzten Lehrer an der jüdischen Bezirksschule Braunsbach. Er sagt über sich
selbst: "Mein Leben hat seit 40 Jahren in Jerusalem seinen Mittelpunkt.
Auch nach so vielen Jahren habe ich mich nicht an die Wucht der Geschichte
dieser Stadt gewöhnt. Die Vielfalt der Menschen, Kulturen, Sitten und
Religionen faszinieren täglich aufs Neue. Viele Menschen sehen in Jerusalem
den Mittelpunkt der Erde. Ich verspüre die Anziehungskraft dieser Stadt,
genieße es, von einem Jahrhundert ins andere zu wandern, indem ich nur
die Straßenseite wechsle. Und gleichzeitig bleibt man ein Fremder in dieser
Stadt. Denn jeder Bürger Jerusalems, Jude, Armenier, Grieche, Moslem oder
Christ, lebt in einer anderen und mir letztlich fremden Welt Zu dieser
"fremden" Welt gehört auch der Nahostkonflikt mit Jerusalem in seinem
Epizentrum und seismischen Wellen in aller Welt. Als Deutscher und journalistischer
Beobachter genieße ich es, nicht Partei ergreifen zu müssen und jederzeit
die Fronten überschreiten zu können." Man darf auf seinen Vortrag neugierig sein. Ferner erwarten den Besucher ein israelischer Imbiss sowie ein Büchertisch, wo u.a. Sahms Buch erhältlich sein wird. Termin: Sonntag, 16.
1.2011, 15.00 Uhr Braunsbach, Burgenlandhalle/Rosensteinsaal |
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21.11.2010, 17:00 h - Klezmer-Musik in der ehemaligen Synagoge Braunsbach Konzert der Gruppe "Hohenloher Schulhausklezmer" Freude bereiten wollen die Musiker der "Hohenloher Schulhausklezmer". Am Sonntag, 21.11.2010 Uhr treten sie auf Einladung des Vereins KiRa - Kultur im Rabbinat in Braunsbach auf. Aus dem aschkenasischen Judentum stammt die Volksmusiktradition, der sich die sieben Musiker aus der Region verschrieben haben. Klezmermusik, eine weltliche Musik, die sich an religiösen Traditionen orientiert, entwickelte sich bereits im 15. Jahrhundert. Eine Wiederbelebung erfuhr sie in den zwanziger Jahres des letzten Jahrhunderts in den USA. Ursprünglich lernten junge Leute die Lieder von ihren Eltern. Diese Tradition wurde jedoch durch die Shoa gewaltsam unterbrochen. Die Gruppe "Hohenloher Schulhausklezmer", sieben Musiker präsentiert ein Programm von traditioneller bis zeitgenössischer Klezmermusik. Sie würzen die Stücke mit Improvisationen und geben so ihrer Musik eine eigene Note. Die Gruppe kennt sich von zahlreichen Klezmer- und Improvisationsworkshops mit dem bekannten Klezmer-Klarinettisten Helmut Eisel. Ihren Namen hat sie daher, dass sie sich seit vier Jahren im alten Schulhaus von Lorenzenzimmern zum Musizieren trifft. Als Veranstaltungsort hat der Verein KiRa die ehemalige Synagoge von Braunsbach, heute als Rosensteinsaal in der Burgenlandhalle bekannt, gewählt. Konzert: 21.11.2010,
17 Uhr, Rosensteinsaal/Burgenlandhalle, Braunsbach.
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03.10.2010, 15.30 h - Wo Menschen und Bücher lebten Begegnungen mit Menschen in der Bukowina und in Ostgalizien Wo Menschen und Bücher lebten" - Unter dieser Aussage Paul Celans hält Ulrich Schirrmeister, Stuttgart, einen Vortrag. Es geht um bedeutende Orte europäischer Kultur in der Bukowina und in Ostgalizien, der heutigen Westukraine. Die Veranstaltung findet am Sonntag, 3.Oktober, 15.30 Uhr, im Rabbinatsmuseum Braunsbach statt. Die Bukowina zählt
zu den Grenzgebieten des alten und neuen Europa. Im 18. und 19. Jahrhundert
fanden hier Ukrainer aus Galizien, Deutsche und deutsch- bzw. jiddischsprachige
Juden neben den traditionell ansässigen Rumänen eine neue Heimat. So entstand
hier, ähnlich wie in Prag, eine multikulturelle Gesellschaft und bedeutende
deutsche Literatur. Czernowitz wurde ein Zentrum intensiven Handels- und
Kulturaustausches zwischen den benachbarten Ländern. In der Hauptstadt
der Bukowina, erschienen vor dem Ersten Weltkrieg Zeitungen in sechs verschiedenen
Sprachen. Ulrich Schirrmeister besuchte diese heute fast vergessene Gegend. Dabei begegnete er Menschen, die die kulturelle Blütezeit dort noch erlebten - aber auch deren Untergang. In seinem Vortrag berichtet er von seinen Erlebnissen und zeigt Bilder dieser weitgehend unbekannten Kulturlandschaft.
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| Josef Burb, der letzte in Czernowitz lebende jiddische Schriftsteller | ||||||||
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Synagoge in Brody - Geburtsort von Josef Roth | |||||||
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11.4.2010 - Beginn der Sommersaison im RMB mit Dr. Uri Kaufmann, Heidelberg Am Sonntag, 11.4.2010, beginnt die Sommersaison im RMB. Bis Oktober ist das Museum wieder regelmäßig am 2. und 4. Sonntag im Monat, von 14 - 18 Uhr geöffnet. An diesem Sonntag ist Dr. Uri Kaufmann, Dossenheim bei Heidelberg, zu Gast im Museum. Der renommierte Referent ist Mitglied des Fördervereins des Rabbinatsmuseums Kultur im Rabbinat (KiRa). Dr. Kaufmann ist Schweizer und lehrt heute an der Universität Heidelberg. Er absolvierte sein Geschichtsstudium an der Hebräischen Universität in Jerusalem und promovierte in Zürich. Kaufmann gehörte zu dem Kreis der Wissenschaftler, die die Konzeption des Jüdischen Museums in Berlin entwickelten. Er wird den Braunsbacher Talmud-Band vorstellen, dessen handschriftliche Eintragungen er entziffert hat. Ferner wird er um 15. 00 Uhr einen Vortrag halten mit dem Titel "Jüdisches Leben in Deutschland nach 1945". Braunsbacher Talmud-Band Dank der Unterstützung des Fördervereins konnte das Museum einen Band einer Talmudausgabe aus dem Jahre 1710 erwerben. Der Band umfasst das Kapitel 1 Baba Kam (= "Erstes Tor") des Talmudtraktats "Nesikin" (wörtlich: "Schäden") d.h. Straf- und Zivilrecht. Was den Band für das Rabbinatsmuseum wertvoll macht, sind die handschriftlichen Besitzeintragungen auf den Titelseiten. Zum einen ist dort vermerkt: "Dieser Talmud ist zugehörig den Herrn Haium Hähnlein a Braunsbach a Schweb. Hall". Des weiteren werden auch seine Söhne Abraham und Falk aufgeführt. Bei Haium Hähnlein (1764-1826) handelt es sich um den ehemaligen Besitzer des Gebäudes, in dem sich heute das Rabbinatsmuseum befindet. Am Sonntag, 11.4.2010, wird der Braunsbacher Talmud-Band erstmals der Öffentlichkeit gezeigt. Herr Dr. Kaufmann, Dossenheim bei Heidelberg, der sich näher mit den handschriftlichen Eintragungen befasst hat, wird sie eingehend erläutern.
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Eintausendste Besucherin im Rabbinatsmuseum Nach genau einem Jahr seines Bestehens konnte das Rabbinatsmuseum Braunsbach am Ostersonntag die eintausendste Besucherin begrüßen. Frau Rosita Krause aus Neuenstadt am Kocher unternahm gemeinsam mit ihrem Mann einen Ausflug nach Braunsbach. Dabei wurde sie auf das Museum aufmerksam. Kurz entschlossen folgte sie dem Hinweisschild am Marktplatz. Ihr Eindruck: "Dieses Museum ist so interessant und gut gemacht - und sehr, sehr beeindruckend, dass ich gerne wiederkomme, um noch mehr zu erfahren." Ihre Überraschung war groß, als es sich herausstellte, dass sie die eintausendste Besucherin war, und sie einen wunderschönen Blumenstrauß überreicht bekam. |
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Simon Berlinger - Von Berlichingen über Braunsbach nach Haifa Der Film über Simon Berlinger "Von Berlichingen übr Braunsbach nach Haifa" ist im RMB erhältlich (15 Euro). |
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Simon Berlinger - Von Berlichingen über Braunsbach nach HaifaSimon Berlinger, der einige Zeit seines Lebens im Kreis Schwäbisch Hall verbrachte, eröffnete 1936 die israelitische Bezirksschule in Braunsbach. 1939 emigrierte er illegal nach Palästina. Das Rabbinatsmuseum Braunsbach zeigt nun einen Film über diesen beachtenswerten Zeitzeugen. Simon Berlinger, 1914
in Berlichingen geboren, arbeitete nach seiner Ausbildung zum Lehrer zunächst
in Schwäbisch Hall. Nachdem jüdische Kinder ab 1936 keine öffentlichen
Schulen mehr besuchen durften, eröffnete man im Rabbinatsgebäude in Braunsbach
eine israelitische Bezirksschule, an der er bis Oktober 1937 als Lehrer
tätig war. Bis Ostern 1938 besuchte er die Talmudhochschule in Frankfurt.
Schnell wurde ihm bewusst, dass er in Deutschland keine Zukunft als jüdischer
Lehrer hatte. Deshalb absolvierte er eine landwirtschaftliche Umschulung
und bereitete sich so auf seine Auswanderung vor. Am 10. November 1938
wurde er festgenommen und in das KZ Buchenwald gebracht. Nach seiner Entlassung
wanderte er nach Holland aus, von wo aus er 1939 nach Palästina emigrierte. Simon Berlinger erkannte es als seine Pflicht und Ehre, nachfolgenden Generationen die Geschichte des verschwundenen Judentums zu erzählen. So besuchte er regelmäßig seine alte Heimat Berlichingen, sowie Schwäbisch Hall und die Kochergemeinde Braunsbach. Noch heute trägt er nach Kräften zur Aussöhnung zwischen Juden und Deutschen bei. Als im April 2008 das Rabbinatsmuseum Braunsbach eingeweiht wurde, bekannte er in einer Telefonschaltung: "Heute bin ich wieder ein Braunsbacher." Im Sommer 2008 führte der Nahost-Korrespondent Ulrich Sahm in Haifa im Auftrage des Rabbinatsmuseums Braunsbach ein Interview mit Simon Berlinger durch. Daraus entstand ein 60minütiger Film über diesen bedeutenden Zeitzeugen, der nun der Öffentlichkeit vorgestellt wird. Im Rabbinatsmuseum Braunsbach ist der Film auch auf DVD zum Preis von 15 € erhältlich. Gleichzeitig ist im Rabbinatsmuseum eine Sonderausstellung über Simon Berlinger zu sehen. Öffnungszeiten der Sonderausstellung: 3.4.2008 ab 18.30 Uhr sowie zu den regulären Öffnungszeiten des Rabbinatsmuseums.
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