Anschrift:

74542 Braunsbach

Im Rabbinat

 

Öffnungszeiten:

April - Oktober

2. und 4. Sonntag im Monat

14 - 18 Uhr

 

Ganzjährig

Anmeldung von Gruppen

und Führungen unter

Tel. 07906-8512 oder

Tel. 07906-940940

rabbinatsmuseum@braunsbach.

de

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Auf dem Wege 

 

Jüdischer Kulturweg wird vorgestellt

 

Das Rabbinatsmuseum zeigt vom 12.8. bis 10.9.2017 eine Sonderausstellung zum Jüdischen Kulturweg Hohenlohe-Tauber.

Der Jüdische Kulturweg wurde am 10.7.2017 eröffnet. Er verbindet 12 Gemeinden, die über Zeugnisse der jüdischen Geschichte verfügen. Die Ausstellung gibt Informationen über die einzelnen Orte der neuen Tourismusstrecke. Ein Faltblatt mit Landkarte sowie eine einführende Broschüre werden angeboten. 

 

Öffnungszeiten: Sonntag, 13. und 27. 8. sowie am 3.9. und 10.9., jeweils von 14 bis 18 Uhr. 

Jüdischer Kulturweg

Hohenlohe-Tauber

 

Der "Jüdische Kulturweg" verbindet Orte im Gebiet Hohenlohe-Tauber, in denen es früher eine Landjudengemeinde gab. Er führt die Besucher zu ehemaligen Synagogen, jüdischen Friedhöfen, Museen und Ausstellungen sowie anderen Zeugnissen der jüdischen Vergangenheit.

 

Er verbindet die Orte Braunsbach, Crailsheim, Gerabronn, Schwäbisch Hall, Wallhausen-Michelfeld. Krautheim, Dörzbach, Schöntal-Berlichingen, Bad Mergentheim, Weikersheim, Creglingen und Niederstetten. 

 

Der "Jüdische Kulturweg Hohenlohe-Tauber" ist ein interkommunales LEADER-Projekt, für das die Gemeinde Braunsbach den Antrag gestellt hat. Mit dem Projekt soll die Erinnerung an die Vergangenheit und die Verflechtung der christlichen mit der jüdischen Bevölkerung in der Region und im Aktionsgebiet von LEADER gestärkt werden und zum gegenseitigen Verständnis beitragen.

Die Eröffnung des "Jüdischen Kulturweges" findet am 10.7.2017 in Creglingen statt.

 

Spendenübergabe an BM Harsch

durch Frau Paul und Herrn Kämmer (Gruppe Kleztett) am 15.2.2017

Im Rabbinatsmuseum Braunsbach ist die Winterpause beendet. Ab dem 9.April 2017 bis Ende Oktober ist das Museum  wieder jeden 2. Und 4. Sonntag im Monat von 14 bis 18 Uhr  für Einzelbesucher geöffnet. Gruppen können sich wie gewohnt ganzjährig für individuelle Termine unter der unten angegebenen Telefonnummer anmelden.   Neu in diesem Jahr ist die Einrichtung von Audioguides. Die Besucher können sich nunmehr individuell an 32 Stationen verschiedene Informationen abrufen und Kostproben aus der jüdischen Liturgie sowie jüdische Festlieder anhören.   Im Sommer wird der „Jüdische Kulturweg Hohenlohe-Tauber“ eröffnet. Der dazu gehörende örtliche „Jüdische Kulturweg durch Braunsbach“ kann  nach Fortschritt der Wiederaufbauarbeiten im Ort begangen werden. Er führt zu den Zeugnissen der Jüdischen Landgemeinde in Braunsbach.   In der Zeit vom 22.10. bis 19.11.2017 wird im Museum eine Sonderausstellung mit dem Titel „Drum immer weg mit ihnen – Luthers Sündenfall gegenüber den Juden“ gezeigt.   Nähere Informationen zu den verschiedenen Sonderveranstaltungen entnehmen Sie bitte zeitnah den Medien in der Region sowie der Internetseite des Rabbinatsmuseums.

Was tut man um zu sein

 

Künstler sammeln für Braunsbach

 

Unter dem Titel „Was tut man um zu sein“ findet am Sonntag, 29.1.2017, um 17 Uhr auf der Großen Comburg im Kaisersaal ein Benefizkonzert für Braunsbach statt.

Die in der Region bekannte Gruppe „Kleztett“ und die Langenburger Künstlerin Karin Friedle-Unger gestalten gemeinsam das Konzert.

Der von Georg Kreisler entliehene Titel wird von den Akteuren  in dem Sinne umgedeutet, dass sie gemeinsam etwas Positives dazu beitragen, dass in Braunsbach der Wiederaufbau gelingt. Das Ensemble lädt zum Genuss ausgelassener Spiellust und zu nachdenklichen Momenten ein. Die Schauspielerin und Sängerin Karin Friedle-Unger, begleitet von Robert Rühle, trägt jüdische Geschichten, Gedichte und Witze vor.

Das Publikum darf sich auf einen abwechslungsreichen Abend freuen.

 

Info:

Platzreservierungen unter Tel. 07906-8512 oder rabbinatsmuseum@braunsbach.de.

 

 

Lesung und Lieder

 

Erinnerung an die Deportation Württemberger Juden am 1.12.1941

 

 

Am Sonntag, 20.11.2016 liest Prof. Dr. Titus Simon aus seinem Roman „Hundsgeschrei“ im Rabbinatsmuseum Braunsbach.  Musikalisch begleitet  wird er von Erik Beisswenger.

 

In der Erzählung verwebt Titus Simon die Schicksale dreier hohenlohischer Familien. Im Mittelpunkt steht dabei Jakob Winter, der als Kind in Braunsbach die Israelitische Schule besucht, bevor er nach Riga deportiert wird. Dort überlebt er und kehrt mit den US-amerikanischen Truppen als Befreier nach Deutschland  zurück.

 

Der Autor trägt bevorzugt Passagen vor, die an die Deportation der Hohenloher Juden in den Jahren 1941 und 1942 erinnern. Eric Beisswenger hat aufgrund des 75. Jahrestages des Beginns der Deportationen aus unserer Region sein musikalisches Programm überarbeitet.  

Parallel zu dieser Veranstaltung ist im Rabbinatsmuseum eine Dokumentation zu den historischen Ereignissen zu sehen. Um 13.45 h wird der Film „Sammellager Killesberg 1. Dezember 1941“ gezeigt, den das Stadtarchiv Stuttgart zur Verfügung gestellt hat.

 

 

Das Museum ist am 20. November 2016 ab 13.30 Uhr geöffnet. Die Lesung  findet  um 14.30 Uhr statt.

Eintrittskarten für den Besuch des Museums und die Lesung  zu 8 € sind an der Tageskasse erhältlich.  

Platzreservierungen sind unter Tel. 07906-8512 oder rabbinatsmuseum@braunsbach.de  möglich.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Titus Simon und

Erik Beisswenger

Sonderveranstaltungen im November

 

 

1.Dezember  

             Nordbahnhof

 

 

Dokumentation

 

zur Deportation

 

der württembergischen Juden

 

 vor 75 Jahren

 

 

 

Eröffnung:

 

Sonntag, 6.11.2016, 14.30 – 16.30 Uhr

 

 

 

Weitere Öffnungszeiten bis 29.1.2017:

 

Nach Vereinbarung

 

Eintritt: 3 €

 

 

 

 

 

 

 

 

Musik & Lesung

 

 

 

Professor Titus Simon

 

liest aus seinem Roman

 

„Hundsgeschrei“ 

 

 

 

Musikalische Gestaltung: Erik Beisswenger

 

 

 

Sonntag, 20.11.2016, 14.30 Uhr

 

 

 

Karten zu 8 € (erm. 5 €) an der Tageskasse

 

 

1. Dezember Nordbahnhof

 

Erinnerungen an die erste Deportation württembergischer Juden 1941

 

Vor 75 Jahren, am 1. Dezember 1941, verließ der erste Deportationszug den Stuttgarter Nordbahnhof. Über 1000 württembergische Juden wurden nach Riga in Lettland gebracht, darunter auch jüdische Bürger aus Braunsbach und Schwäbisch Hall.

An die Ereignisse vor 75 Jahren erinnert das Rabbinatsmuseum Braunsbach mit einer Ausstellung, die am 6.11.2016 eröffnet wird, und einer musikalischen Lesung am 20.11.2016.

In den letzten Novembertagen des Jahres 1941 erhielten über 1000 jüdische Bürger in Württemberg und Hohenzollern die Benachrichtigung ihrer bevorstehenden Deportation. Für sie begann damit die Shoa. Bis 1945 wurden insgesamt über 2.500 Männer, Frauen und Kinder verschleppt; lediglich 180 überlebten die nationalsozialistische Vernichtungspolitik und kehrten zurück. Aus Braunsbach wurden am 1. Dezember sieben jüdische Bürger und im August 1942 nochmals fünf  deportiert, deren Vorfahren bereits seit mehreren Jahrhunderten im Ort gelebt hatten. Besonders tragisch war, dass jüdische Bürger Braunsbachs, die zuvor emigriert oder geflohen waren, von den Nationalsozialisten gefunden und ebenfalls ermordet wurden. Rechnet man alle Ermordeten zusammen, die aus Braunsbach stammten, so waren es fast 60 Personen. Heute erinnert einer der Denksteine vor dem Rabbinatsmuseum an die jüdischen Mitbürger, die auf Todesmärsche geschickt wurden.

Aus Anlass der 75. Wiederkehr des Auftakts der Deportationen württemberger Juden zeigt das Rabbinatsmuseum eine Dokumentation des Geschehens als Sonderausstellung ab dem 6. November.

Neben zahlreichen Schriftdokumenten wird in der Ausstellung ein einzigartiges historisches Filmdokument aus dem Stadtarchiv Stuttgart gezeigt. Es wurde auf Initiative der Gestapoleitstelle Stuttgart 1941 auf dem Killesberg gedreht. Der Film zeigt Juden, die im Sammellager auf dem Gelände der ehemaligen Reichsgartenschau von 1939 auf ihre Deportation warten, das dafür „umgewidmet“ worden war. Die meisten Aufnahmen entstanden in oder vor der sog. Ehrenhalle des Reichsnährstandes. Was der Film als einen von Ordnung und Effizienz geprägten Verwaltungsakt darstellen möchte, bedeutete für ungefähr 1.000 Menschen eine Fahrt in den Tod.

Am 20. November liest  Professor Titus Simon im Rabbinatsmuseum aus seinem Buch „Hundsgeschrei“. In dem Roman erfährt die Hauptfigur Jakob Winter im Ghetto Riga, wie die Nationalsozialisten jüdische Menschen erniedrigen und drangsalieren.  Die musikalische Gestaltung dieser Veranstaltung liegt bei Erik Beisswenger.

 

Termine:

Sonderausstellung: Eröffnung: Sonntag, 6.11.2016, 14.30 Uhr. Das Museum ist an diesem Sonntag bis 16.30 Uhr geöffnet. Die Dokumentation kann bis zum 29.1.2017 nach Anmeldung besucht werden.

Musikalische Lesung mit Titus Simon und Erik Beisswenger: Sonntag, 20.11.2016, 14.30 Uhr. Karten zu 8 € (erm. 5 €) sind an der Tageskasse erhältlich.

Anmeldung zur Sonderausstellung: rabbinatsmuseum@braunsbach.de; Tel. 07906-8512.  

 

 

 

4. September 2016  -  Europäischer Tag der jüdischen Kultur

Jiddisch lernen im Rabbinatsmuseum

 

Europäischer Tag der jüdischen Kultur am 4. September

 

 

Bereits zum 18. Mal findet am Sonntag, 4. September der Europäische Tag der jüdischen Kultur statt, der in fast 30 europäischen Ländern von Belgien bis Ungarnveranstaltet wird. Seit einigen Jahren beteiligt sich auch das Rabbinatsmuseum Braunsbach daran.

 

Der Tag steht dieses Jahr unter dem Thema „Sprachen der Juden“.  Hebräisch ist  die wichtigste unter den Sprachen der Juden, aber immer haben sich Juden an die Sprache ihrer Umgebung angepasst. Daneben entstanden jüdische Dialekte der verschiedenen Landessprachen. Die deutschen Juden, die seit dem 13. Jahrhundert nach Osten ausgewandert waren, entwickelten ihre Sprache durch den slawischen Einfluss weiter, bis ein besonderer Dialekt entstand: das Jiddische. Nach ihrer Rückkehr in die Heimat behielten sie diese Sprache bei. Man schätzt, dass 1939 mehr als 10 Millionen Menschen auf der Welt Jiddisch sprachen. Heute betrachten ca. 3 Millionen Menschen weltweit diese Sprache als ihre Muttersprache.

 

Im Rabbinatsmuseum Braunsbach besteht am 4. September die Möglichkeit, jiddischen Redewendungen, die bei uns durchaus gebräuchlich sind, auf die Spur zu kommen. Ferner sind Beiträge in dieser Sprache in Liedern und Texten zu hören und zu lesen. Wer möchte, kann einen Schnellkurs in dem Dialekt der Landjuden machen.

 

Ferner besteht die Gelegenheit, die Dauerausstellung und den jüdischen Friedhof auf dem Schaalberg zu besuchen.

 

 

Das Museum ist wieder zu den regulären Öffnungszeiten und ganzjährig nach Vereinbarung zu besichtigen. 

Unwetter in Braunsbach: Ortskern zerstört - Rabbinatsmuseum unversehrt: Gott sei Dank - שבח לאל
 
Eine 300m lange Geröll-Schlammlawine aus dicken Felsbrocken und Bäumen hat am Sonntag Abend den Ortskern von Braunsbach zerstört. 
Die Straße und der Platz vor dem Rabbinatsmuseum sind durch Geröllströme beschädigt. Das Simon-Berlinger-Haus bzw. das Rabbinatsmuseum zeigen keine äußeren Beschädigungen. Auch im Museum ist nichts zerstört. Insofern ist das Museum weiterhin zu besichtigen. Im Moment bereitet allerdings die Zufahrt erhebliche Probleme. Auch die ehemalige Synagoge ist nach Angaben von BM Harsch unbeschädigt. - Gott sei Dank!

"Islam und muslemisches Leben"

 

Islam und muslimisches Leben

 

 

 

Neue Sonderausstellung im Rabbinatsmuseum Braunsbach

 

 

 

 

 

Im Rabbinatsmuseum Braunsbach beginnt am Ostersonntag, 27.3.2016 die Sommersaison. Bis Ende Oktober ist die Dauerausstellung wieder jeden 2. Und 4. Sonntag im Monat von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Im Laufe des Jahres finden mehrere Sonderveranstaltungen statt. Sie werden rechtzeitig bekannt gegeben.

 

 

 

Als Auftakt wird am Ostersonntag im Rabbinatsmuseum die Ausstellung „Islam und muslimisches Leben“ eröffnet. Heute leben ca. 6 Millionen Muslime, viele bereits in der dritten und vierten Generation, in Deutschland. Und jeden Tag kämpfen  Tausende Menschen mit moslemischen Glauben darum in unserer Gesellschaft leben zu dürfen. Viele engagierte Menschen bemühen sich um ihre Integration. Deshalb ist es eine unabdingbare Notwendigkeit, den Glauben und die Lebensauffassung der Neuankömmlinge zu kennen. Das Rabbinatsmuseum möchte mit dieser Ausstellung einen Beitrag dazu leisten, Brücken zwischen verschiedenen Kulturen zu bauen.

 

 

 

Die Ausstellung wurde von der Landeszentrale für politische Bildung konzipiert. Sie wirft Schlaglichter auf die Weltreligion Islam in der Welt und hier in Deutschland. Sie präsentiert die religiöse Vielfalt des Islam und informiert über religiöse Grundlagen und Glaubenspraxis. Ergänzt werden jüdische Einflüsse auf den Koran, das Heilige Buch des Islam. Die Zeitreise und Spurensuche in die Vergangenheit führen die Einflüsse vor Augen, die vom Islam für die Künste und Wissenschaften in Europa ausgegangen sind.

 

 

 

Die gegenwärtige islamische Welt ist vielschichtig und widersprüchlich. Ihre Konflikte wirken sich auf die internationale und deutsche Politik aus. In diesem Zusammenhang ist das Wissen um die fremde Religion Islam, ohne die oft auch politisches Handeln unverständlich bleibt, unabdingbar. Die Ausstellung zeigt Ausschnitte aus der Vielfalt muslimischen Lebens und Beispiele für Integration und Zusammenleben in Baden-Württemberg.

 

 

 

Info:  Die Ausstellung wird am Ostersonntag, 27.3.2016 um 14.30 Uhr eröffnet. Sie wird bis zum 22.5.2016 im Rabbinatsmuseum zu den regulären Öffnungszeiten zu sehen sein. Schulklassen und Gruppen können besondere Öffnungszeiten vereinbaren unter Tel. 07906-8512 oder unter rabbinatsmuseum@braunsbach.de vereinbaren. Der Eintritt beträgt 5 €; erm. 3 €.

 

 

 

Anerkennung für Braunsbacher Museumsmacher

 

  

Preisübergabe

an Elisabeth M. Quirbach und

Hans K. Schulz

durch Karen Franklin,

Vizepräsidentin

der Obermayer-Foundation und

Ralf Wieland,

Präsident des Abgeordnetenhauses Berlin

 

Foto: 8837-07 

 

 

 

 

Am 25. Januar 2016 fand im Berliner Abgeordnetenhaus die Verleihung der diesjährigen Arthur Obermayer German Jewish History Awards statt. Unter den Preisträgern waren diesmal Elisabeth M. Quirbach und Hans K. Schulz aus Braunsbach. 

 

 

Arthur S. Obermayer (* 17. Juli 1931 in Philadelphia, Pennsylvania;

10. Januar 2016 in Dedham, Massachusetts) war ein amerikanischer Chemiker, Unternehmer, Genealoge und Stifter des in Berlin verliehenen Obermayer German Jewish History Award. Seine Großeltern stammten aus Creglingen im Main-Tauber-Kreis. 

 

Die Obermayer Foundation verleiht den Gerrman Jewish History Award alljährlich an nichtjüdische Deutsche, die durch ihre Forschungsarbeit oder durch ihr praktisches Handeln zur Erinnerung oder zum Erhalt jüdischen Erbes in Deutschland beitragen.

 

Der Preis gilt heute als höchste Auszeichnung, die einer Einzelperson zuteil werden kann, weil die Preisträger ausschließlich von Juden vorgeschlagen werden. 

 

Dieses Jahr erhielten Elisabeth M. Quirbach und Hans K. Schulz aus Braunsbach den Preis. Sie gründeten 2008 das Rabbinatsmuseum Braunsbach mit seiner Dauerausstellung von Bildern, Schriften, Dokumenten und Gegenständen zur Geschichte der Juden in Braunsbach vom Jahr 1600 bis 1942. Daneben organisieren sie Vorträge, Konzerte, Lesungen, Sonderausstellungen u.a.m., um verschiedene Aspekte jüdischer Kultur und Religion zu zeigen. Sie legten eine Datenbank mit über 2.500 Namen von jüdischen Menschen an, die eine Beziehung zum Ort haben. Mittels von ihnen durchgeführten Interviews mit Zeitzeugen und in Israel und Amerika lebenden Nachfahren kann der Besucher Geschichte hautnah erleben. 

 

Der Historiker Dr. Uri Kaufmann, Essen, nennt das Projekt „einen Beitrag zu einer pluralen Gesellschaft und zur Toleranz in Baden-Württemberg“. Phyllis Waldmann-Hofmann, New, York, die dank der Museumsmacher Wurzeln ihrer Familie in Braunsbach fand, erklärt: „ … dass im Jahre 2008 wieder jüdisches Leben nach Braunsbach kam – 66 Jahre nach der Deportation und Vernichtung von Braunsbacher Juden in den Todeslagern.“. Schulz bekennt: „Uns geht es darum, dass Juden und deutsche Christen sich heute in Freundschaft und Verständnis füreinander begegnen. Es ist uns wichtig dazu beizutragen, dass alle Menschen sich gegenseitig Respekt entgegenbringen.“ 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto: PLA 8878-19