Anschrift:

74542 Braunsbach

Im Rabbinat

 

Öffnungszeiten:

April - Oktober

2. und 4. Sonntag im Monat

14 - 18 Uhr

 

Ganzjährig

Anmeldung von Gruppen

und Führungen unter

Tel. 07906-8512 oder

Tel. 07906-940940

rabbinatsmuseum@braunsbach.

de

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„Euer Name wird nie in Vergessenheit geraten“

Datenbank im Rabbinatsmuseum hilft bei Familienforschung

 

 

„Euer Name wird nie in Vergessenheit geraten“ – so heißt es im ersten Buch der Makkabäer. In Jerusalem ist die Erinnerung an die Vergangenheit und Vermittlung ihrer Bedeutung an kommende Generationen die Aufgabe des lebendige Denkmals Yad Vashem (dt.: ein Name und ein Denkmal). Wissen um die eigenen Wurzeln ist für Juden von sehr großer Bedeutung. Deshalb wird zur Zeit eine genealogische Wissensdatenbank für die Familienforschung für jüdische Familien im Südwesten Deutschlands unter der Leitung von Andrea Dettling, Gärtringen, aufgebaut.

 

In Braunsbach gibt es die lokale Datenbank mit den Namen aller jüdischen Bürger, die seit Beginn des 17. Jahrhunderts hier lebten, seit einigen Monaten. „Mein Name ist Ron und ich lebe in Neuseeland. Ich suche nach Informationen über die Schwester meiner Ur-Ur-Großmutter. Sie hieß Fanny Berlinger. Können Sie mir weiterhelfen?“ Solche und ähnliche Fragen erreichen immer öfter das Rabbinatsmuseum Braunsbach. Bislang musste Elisabeth Quirbach dann immer tagelang in den dicken Ordnern suchen, was sie in jahrelanger Arbeit an Informationen über die ehemaligen jüdischen Bewohner des Ortes aus unterschiedlichsten Quellen zusammengetragen hat. Heute geht alles einfacher und schneller. Gemeinsam mit einer Praktikantin aus Warschau hat sie im Somme die Daten von fast 750 Familien und 2200 Personen in die Datenbank eingetragen. Obwohl die Recherche schon lange erfolgt war, galt es die Ergebnisse immer wieder zu überprüfen und zu ergänzen. Als nächstes sollen noch Fotografien und Berichte über besondere Ereignisse im Leben der Personen eingefügt werden. Die nicht-öffentliche Datenbank erleichtert erheblich die Anfragen der jüdischen Nachfahren zu beantworten. „Es ist schön, wenn man Menschen einen Teil ihrer familiären Identität geben kann. So wie bei Phyllis, einer Jüdin aus New York, die deutsche Wurzeln hat. Sie schenkte dem Rabbinatsmuseum vor einiger Zeit ihre Familien-Megilla* aus dem 18. Jahrhundert. Bei einem Besuch in Braunsbach konnten wir ihr erzählen, dass ein Bruder ihres Urgroßvaters, Jakob Bär Strauß aus Niederstetten, 23 Jahre lang jüdische Kinder in dem Raum unterrichtet hat, in dem heute ihr „Familienschatz“ ausgestellt wird. Noch bewegender war dann ein Besuch am Grab dieses bislang unbekannten Vorfahren in Crailsheim.“ 

 

 

*Info: Megilla = Schriftrolle des biblischen Buches Ester