Anschrift:

74542 Braunsbach

Im Rabbinat

 

Öffnungszeiten:

April - Oktober

2. und 4. Sonntag im Monat

14 - 18 Uhr

 

Ganzjährig

Anmeldung von Gruppen

und Führungen unter

Tel. 07906-8512 oder

Tel. 07906-940940

rabbinatsmuseum@braunsbach.

de

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21.11.2010, 17:00 h - Klezmer-Musik in der ehemaligen Synagoge Braunsbach

Konzert der Gruppe "Hohenloher Schulhausklezmer"

Freude bereiten wollen die Musiker der "Hohenloher Schulhausklezmer". Am Sonntag, 21.11.2010 Uhr treten sie auf Einladung des Vereins KiRa - Kultur im Rabbinat in Braunsbach auf.

Aus dem aschkenasischen Judentum stammt die Volksmusiktradition, der sich die sieben Musiker aus der Region verschrieben haben. Klezmermusik, eine weltliche Musik, die sich an religiösen Traditionen orientiert, entwickelte sich bereits im 15. Jahrhundert. Eine Wiederbelebung erfuhr sie in den zwanziger Jahres des letzten Jahrhunderts in den USA. Ursprünglich lernten junge Leute die Lieder von ihren Eltern. Diese Tradition wurde jedoch durch die Shoa gewaltsam unterbrochen.

Die Gruppe "Hohenloher Schulhausklezmer", sieben Musiker präsentiert ein Programm von traditioneller bis zeitgenössischer Klezmermusik. Sie würzen die Stücke mit Improvisationen und geben so ihrer Musik eine eigene Note. Die Gruppe kennt sich von zahlreichen Klezmer- und Improvisationsworkshops mit dem bekannten Klezmer-Klarinettisten Helmut Eisel. Ihren Namen hat sie daher, dass sie sich seit vier Jahren im alten Schulhaus von Lorenzenzimmern zum Musizieren trifft.

Als Veranstaltungsort hat der Verein KiRa die ehemalige Synagoge von Braunsbach, heute als Rosensteinsaal in der Burgenlandhalle bekannt, gewählt.

Konzert: 21.11.2010, 17 Uhr, Rosensteinsaal/Burgenlandhalle, Braunsbach.
Einlass: ab 16.30 Uhr
Karten zu 10 € und 8 € (ermäßigt) der Abendkasse

03.10.2010, 15.30 h - Wo Menschen und Bücher lebten

Begegnungen mit Menschen in der Bukowina und in Ostgalizien

Wo Menschen und Bücher lebten" - Unter dieser Aussage Paul Celans hält Ulrich Schirrmeister, Stuttgart, einen Vortrag. Es geht um bedeutende Orte europäischer Kultur in der Bukowina und in Ostgalizien, der heutigen Westukraine. Die Veranstaltung findet am Sonntag, 3.Oktober, 15.30 Uhr, im Rabbinatsmuseum Braunsbach statt.

Die Bukowina zählt zu den Grenzgebieten des alten und neuen Europa. Im 18. und 19. Jahrhundert fanden hier Ukrainer aus Galizien, Deutsche und deutsch- bzw. jiddischsprachige Juden neben den traditionell ansässigen Rumänen eine neue Heimat. So entstand hier, ähnlich wie in Prag, eine multikulturelle Gesellschaft und bedeutende deutsche Literatur. Czernowitz wurde ein Zentrum intensiven Handels- und Kulturaustausches zwischen den benachbarten Ländern. In der Hauptstadt der Bukowina, erschienen vor dem Ersten Weltkrieg Zeitungen in sechs verschiedenen Sprachen.
Nach dem Ersten Weltkrieg, als die Bukowina Teil des rumänischen Königreiches war, erlebte die deutsche Kultur ihre zweite und letzte Blüte mit Rose Ausländer (1901-1988), Paul Celan (1920-1970) und anderen - um nur einige wichtige Lyriker deutsch-jüdischen Ursprungs zu nennen .Der wachsende Nationalismus setzte dieser Kultur jedoch ein jähes Ende. Heute spricht man aus diesem Grund bezüglich der jüdisch-deutschen Kultur von der "versunkenen Literaturlandschaft der Bukowina".

Ulrich Schirrmeister besuchte diese heute fast vergessene Gegend. Dabei begegnete er Menschen, die die kulturelle Blütezeit dort noch erlebten - aber auch deren Untergang. In seinem Vortrag berichtet er von seinen Erlebnissen und zeigt Bilder dieser weitgehend unbekannten Kulturlandschaft.

11.4.2010 - Beginn der Sommersaison im RMB mit Dr. Uri Kaufmann, Heidelberg

Am Sonntag, 11.4.2010, beginnt die Sommersaison im RMB. Bis Oktober ist das Museum wieder regelmäßig am 2. und 4. Sonntag im Monat, von 14 - 18 Uhr geöffnet.

An diesem Sonntag ist Dr. Uri Kaufmann, Dossenheim bei Heidelberg, zu Gast im Museum. Der renommierte Referent ist Mitglied des Fördervereins des Rabbinatsmuseums Kultur im Rabbinat (KiRa). Dr. Kaufmann ist Schweizer und lehrt heute an der Universität Heidelberg. Er absolvierte sein Geschichtsstudium an der Hebräischen Universität in Jerusalem und promovierte in Zürich. Kaufmann gehörte zu dem Kreis der Wissenschaftler, die die Konzeption des Jüdischen Museums in Berlin entwickelten.

Er wird den Braunsbacher Talmud-Band vorstellen, dessen handschriftliche Eintragungen er entziffert hat. Ferner wird er um 15. 00 Uhr einen Vortrag halten mit dem Titel "Jüdisches Leben in Deutschland nach 1945".

Braunsbacher Talmud-Band

Dank der Unterstützung des Fördervereins konnte das Museum einen Band einer Talmudausgabe aus dem Jahre 1710 erwerben. Der Band umfasst das Kapitel 1 Baba Kam (= "Erstes Tor") des Talmudtraktats "Nesikin" (wörtlich: "Schäden") d.h. Straf- und Zivilrecht.

Was den Band für das Rabbinatsmuseum wertvoll macht, sind die handschriftlichen Besitzeintragungen auf den Titelseiten. Zum einen ist dort vermerkt: "Dieser Talmud ist zugehörig den Herrn Haium Hähnlein a Braunsbach a Schweb. Hall". Des weiteren werden auch seine Söhne Abraham und Falk aufgeführt. Bei Haium Hähnlein (1764-1826) handelt es sich um den ehemaligen Besitzer des Gebäudes, in dem sich heute das Rabbinatsmuseum befindet.

Am Sonntag, 11.4.2010, wird der Braunsbacher Talmud-Band erstmals der Öffentlichkeit gezeigt. Herr Dr. Kaufmann, Dossenheim bei Heidelberg, der sich näher mit den handschriftlichen Eintragungen befasst hat, wird sie eingehend erläutern.