Anschrift:

74542 Braunsbach

Im Rabbinat

 

Öffnungszeiten:

April - Oktober

2. und 4. Sonntag im Monat

14 - 18 Uhr

 

Ganzjährig

Anmeldung von Gruppen

und Führungen unter

Tel. 07906-8512 oder

Tel. 07906-940940

rabbinatsmuseum@braunsbach.

de

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Klezmermusik in der ehemaligen Synagoge

Erinnerung an 75 Jahre Novemberpogrome

 Gruppe Kleztett
Gruppe Kleztett

Mit einem Konzert der Gruppe Kleztett in der ehemaligen Synagoge (heute Rosensteinsaal/Burgenlandhalle) erinnert das Rabbinatsmuseum Braunsbach am Sonntag, 10.11.2013, an die Geschehnisse der Reichspogromnacht vor 75 Jahren.

 

In den frühen Morgenstunden des 10. November 1938 wurde die Braunsbacher Synagoge von NS-Anhängern aus Schwäbisch Hall so demoliert, dass sie für einen Gottesdienst nicht mehr genutzt werden konnte. Nur ihrem Standort mitten im Ort war es zu verdanken, dass sie nicht in Brand gesetzt wurde. Zwei jüdische Bürger wurden kurzzeitig verhaftet. Eine kleine Sonderausstellung erinnert an diese Ereignisse.

 

Die Gruppe Kleztett präsentiert mit eigenen Arrangements und farbigen Improvisationen Klezmer als eine musikalische Geisteshaltung. Die Wurzeln dieser musikalischen Tradition gehen in Europa zurück bis ins Hochmittelalter. Jahrhundertelang wurden die Melodien unnotiert von Musiker zu Musiker weitergegeben. Was wir heute als Klezmermusik kennen, ist hauptsächlich während des 18. und 19. Jahrhunderts im jiddischsprachigen Osteuropa entstanden.

 

Mit seiner Interpretation macht Kleztett (früher: Hohenloher Schulhausklezmer) deutlich, dass Klezmer nicht in der Tradition stehen bleibt, sondern auch neue Wege geht und sich weiterentwickelt.

 

Die Veranstaltung beginnt um 16 Uhr; Einlass ist ab 15.30 Uhr. In der Pause bieten Mitglieder des Fördervereins des Rabbinatsmuseums wieder koscheren Wein und Spezialitäten aus Israel an. Karten zu 15 Euro (ermäßigt 12 Euro) gibt es an der Tageskasse.

Ungarnausstellung im Rabbinatsmuseum endet

Vorführung des Films „Fateless“ von Lajos Koltaj, Ungarn 2005

Im Rabbinatsmuseum Braunsbach endet am Sonntag, 27. Oktober die Sonderausstellung „Auf jüdischen Spuren in Ungarn“. Das Museum ist an diesem Tag von 14 bis 18 Uhr geöffnet.

 

Die für diesen Tag angekündigte Lesung von Dr. Titus Simon aus seinem Roman „Hundsgeschrei“ musste auf nächstes Frühjahr verschoben werden. Der genaue Termin wird noch bekannt gegeben.

 

Stattdessen wird um 15.30 Uhr der Spielfilm „Fateless. Roman eines Schicksalslosen“ gezeigt, der auf dem gleichnamigen Romans des Nobelpreisträgers Imre Kertesz basiert. Der Film ist in ungarischer Sprache mit englischen Untertiteln.

 

Spieldauer: ca. 140 Minuten

 

Budapest 1944: Die jüdische Bevölkerung hofft auf ein baldiges Ende von Verfolgung und Krieg. Doch während an der Ostfront und im äußersten Westen Europas die Wehrmacht bereits den Rückzug antritt, spitzt sich die bedrohliche Situation für die Juden im von lokalen Faschisten regierten Ungarn dramatisch zu. György Köves, 14 Jahre alt, erlebt den Abtransport seines Vaters ins „Arbeitslager“, erduldet die Brandmarkung seiner Person und seiner Freunde durch den Judenstern sowie die quälende Frage nach dem „Warum“. Er kommt selbst in die Konzentrationslager Auschwitz, Buchenwald und Zeitz, wo er Leid, Demütigung, Solidarität, Angst und Gleichgültigkeit erlebt – aber auch in den „Pausen zwischen den Qualen etwas, das dem Glück ähnlich war“.

 

Wie durch ein Wunder überlebt György. Die Lager werden befreit, der Krieg geht zu Ende und György kehrt zurück nach Budapest. Doch er ist für immer gekennzeichnet; er wird nie mehr der Junge sein, der er einmal war. Auch seine Heimatstadt hat sich verändert: Vertraute Türen werden von Fremden geöffnet und schnell wieder geschlossen. Es gibt keine bekannten Gesichter mehr und keinen, der zuhört. György ist als Fremder in seine Heimat zurückgekehrt.

Auf jüdischen Spuren durch Ungarn

Sonderausstellung im Rabbinatsmuseum Braunsbach

 

Heimisch und doch Fremde – das waren und sind Juden in Ungarn,in dem Land mit der größten jüdischen Religionsgemeinschaft Mitteleuropas, wo heute wieder antisemitische Tendenzen spürbar sind. Zeugen der jüdischen Geschichte sind die zahlreiche Synagogen im ganzen Land. Im Budapester Parlament zeigt ein Glasfenster, das von Miksa Roth geschaffen wurde, den Hl. Stephan als König Ungarns im Zentrum eines Davidssterns.

 

Die Ausstellung im Rabbinatsmuseum Braunsbach widmet sich der Geschichte des ungarischen Judentums. Diese ist eng mit dem Schicksal des ungarischen Volkes verflochten, mit seiner politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Geschichte. Neben Bildern von ungarischen Synagogen und Gegenständen des religiösen Kultus, lassen u.a. Berichte aus dem Alltagsleben, Erzählungen jüdischer Zwangsarbeiter und Werke jüdischer Lyriker diese Geschichte lebendig werden. Porträts bedeutender ungarischer Juden zeigen, wie groß ihr Beitrag in Kultur, Wirtschaft und Wissenschaft war.

 

Die Eröffnung der Ausstellung ist am Sonntag, 14. Juli 2013, 14.30 Uhr. Dr. Lázló Ódor, Leiter des ungarischen Kulturinstituts in Stuttgart und ehemaliger Botschaft Ungarns in der Schweiz hält die Eröffnungsansprache.

 

Öffnungszeiten der Ausstellung: 14.7. – 28.10.2013, jeden 2. und 4. Sonntag im Monat von 14 – 18 Uhr sowie nach Vereinbarung.

Jüdischer Abend: Fünf Jahre Rabbinatsmuseum

Wo zuvor ein denkmalgeschütztes Gebäude langsam verfiel, steht seit fünf Jahren das renovierte Rabbinatsgebäude in Braunsbach. In seinem Erdgeschoss befindet sich seither das Rabbinatsmuseum Braunsbach.

 

An historischem Ort, im ehemaligen Wohn- und Amtssitz des Rabbiners, wird die jüdische Religion vorgestellt, und es wird an die Geschichte der jüdischen Gemeinde bis 1942 erinnert.

 

Seit seiner Eröffnung lockt das kleine Museum jedes Jahr ca. 800 Besucher an. Sie kommen nicht nur aus der Region, sondern aus dem ganzen Bundesgebiet. Hinweise in der internationalen Presse veranlassten selbst Besucher aus den USA, aus Israel, Ungarn und der Schweiz ins Kochertal zu reisen.

 

Anlässlich des Geburtstages des Museums findet am 5. April um 19.00 Uhr ein Benefizessen im Gasthaus "Löwen" in Braunsbach statt. Die Gäste erwarten Gerichte aus der jüdischen Küche und Spezialitäten aus dem Heiligen Land. Da das Essen in Israel so vielfältig wie die Bevölkerung ist, zehrt die jüdische Küche von zahlreichen Küchentraditionen u.a. sowohl aus West- und Osteuropa wie auch aus Nordafrika. Die jungen Löwenwirte haben sich ein reichhaltiges Menu einfallen lassen, das jeden Gourmet erfreuen wird. Sicher werden Humus, Falafel, Lamm und koscherer Wein nicht fehlen.

 

Zur Unterhaltung wird die Gruppe Die Fokkers jüdische Songs, Geschichten und Witze vortragen. Karin FU's warme Altstimme und ihr Talent zum Erzählen sind wie geschaffen für wunderbare Klezmer-Lieder und den Vortrag jüdischer Autoren. Peter Fink kann aus einem Fundus von über 6000 jüdischen Witzen wählen.

 

Ab Sommer zeigt das Rabbinatsmuseum die Sonderausstellung "Auf jüdischen Spuren durch Ungarn". Die Saison endet im November mit einem Konzert der Gruppe Kleztett, ehemals Hohenloher Schulhaus Klezmer.

 

Anmeldungen und Reservierung zum Jüdischen Abend im Gasthof Löwen bitte bis zum 1. April unter Tel. 07906-91050 (Gasthof Löwen) oder 07906-8512 (Rabbinatsmuseum).

"Bei mir bist du schön..."

Jüdische Witze, Lieder und Geschichten im Rosensteinsaal Braunsbach am Samstag, 26.01.2013 Beginn 19.00 Uhr

 

"Gott lacht mit seinen Geschöpfen, nicht über seine Geschöpfe", so steht es im Talmud. Dies scheint eine wichtige Voraussetzung für viele Formen jüdischen Humors zu sein. Mithilfe von Spott, Respektlosigkeit, schwarzem Humor und bissiger Kritik ist er fast immer eine Verteidigung der Menschlichkeit gegen jede Ideologie, Gewalt und engstirnige Gesetzlichkeit.

 

Peter Fink, Karin FU und Robert Rühle alias "Die Fokkers" haben ausgewählte jüdische Witze, hintergründige Geschichten und wunderbare Lieder jüdischer Komponisten zusammengestellt und werden Ihnen mit viel Humor, Hintersinn und Temperament einen unterhaltsamen Abend bereiten.

 

Genießen Sie in der Pause israelische Spezialitäten und koscheren Wein.

 

Der Reinerlös des Abends ist für die Arbeit des Rabbinatsmuseum in Braunsbach bestimmt, das in seinen Räumen die wechselvolle Geschichte der Landjuden am Beispiel des Dorfes Braunsbach zwischen 1600 und 1942 zeigt.