Anschrift:

74542 Braunsbach

Im Rabbinat

 

Öffnungszeiten:

April - Oktober

2. und 4. Sonntag im Monat

14 - 18 Uhr

 

Ganzjährig

Anmeldung von Gruppen

und Führungen unter

Tel. 07906-8512 oder

Tel. 07906-940940

rabbinatsmuseum@braunsbach.

de

Site texts English
A short summary of the texts in English
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Site textos en español.
Un breve resumen de los textos del Museo del Rabinato en español.
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Site textes en français
Un bref résumé des textes du musée du rabbinat en français
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10 Jahre Rabbinatsmuseum

 

Am Sonntag, 10.2.2019, wollen wir dieses Jubiläum feiern !

 

 

 

Als Programm ist geplant:

 

14 Uhr    Begrüßung  durch Herrn BM Harsch

 

             „10 Jahre Rabbinatsmuseum Braunsbach“

             Rückblick von Elisabeth M. Quirbach und

             Ausstellung von Werner Schwichtenberg

 

15 Uhr    Vortrag Prof. Dr. Rommel, Weingarten:

             „Der Wert des Menschen ist unantastbar?!“ –

             Zum Wert des Menschen in Judentum,

             Christentum und Islam

 

Musikalisch wird die Veranstaltung von

Herrn Richard Beißer begleitet. 

 

 

Jubiläum im Rabbinatsmuseum Braunsbach

 

Am Sonntag, 10. Februar, feiert das Rabbinatsmuseum Braunsbach sein 10jähriges Bestehen. Professor Dr. Herbert Rommel, Weingarten, hält den Festvortrag mit dem Titel „Der Wert des Menschen ist unantastbar?! – Zum Wert des Menschen in Judentum, Christentum und Islam.“ Eine Sonderausstellung zeigt die Geschichte des Museums.

Vor mehr als 10 Jahren wurde das Rabbinatsgebäude in Braunsbach mit finanzieller Unterstützung des Landesdenkmalsamtes und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz vor dem Verfall gerettet. Nach der Fertigstellung stellte sich die Frage: Was macht man mit dem Gebäude? Der Förderverein Rabbinatsgebäude unterbreitete mehrere Vorschläge für die Nutzung, u.a. ein kleines jüdisches Museum im Erdgeschoss. Nach einigen Diskussionen beauftragte die Gemeinde den Verein, diesen Vorschlag zu realisieren. 

Im April 2008 wurde das Museum eröffnet, das den Namen „Rabbinatsmuseum“ erhielt. In ihm werden die bislang gesammelten Objekte gezeigt, die an mehr als 350 Jahre jüdische Geschichte des Ortes erinnern. Außerdem bietet das Museum eine Einführung in die jüdische Religion. Der Verein änderte seinen Zweck und Namen und unterhält seitdem das Museum. Seine Aufgabe besteht darin, die Erinnerung an die Landjuden in Braunsbach und der Region wachzuhalten, Kultur zu fördern und zur Versöhnung  zwischen Christen / Deutschen und Juden beizutragen.

Im Laufe der Zeit wurde die Dauerausstellung immer umfangreicher. Dank großzügiger Förderungen durch die Kreisstiftung, die VR-Bank SHA-CR, die Sparkasse und die Landeszentrale für politische Bildung BW konnten bedeutsame Exponate angeschafft werden. Z.B. ein Band des Talmuds aus dem Jahre 1711, der im 18. und 19. Jh. von den Bewohnern des Gebäudes  benutzt  wurde, sowie eine Hebräische Bibel aus dem Jahre 1663.  Auch die Ausstattung des Museums wurde immer weiter verbessert. So konnten im vorletzten Jahr Audioguides angeschafft und in diesem Jahr sogar eine größere Umgestaltung vorgenommen werden.  

Zahlreiche Veranstaltungen wie Lesungen, Vorträge, Konzerte, Sonderausstellungen u.a.m. zogen viele Besucher an.   

Der anfangs von der Gemeinde zur Verfügung gestellte Raum reichte bald nicht mehr aus. So wurden der ehemalige Unterrichtsraum der Israelitischen Schule und die Remise ebenfalls  zu Ausstellungsräumen.   

Im Jahre 2010 wurden die „Braunsbacher Denksteine“  aufgestellt. Sie erinnern an die jüdischen Mitbürger, die hier von ca. 1600 bis 1941 lebten.  Nachfahren aus Israel, Kanada und der Schweiz  kamen zu diesem Anlass nach Braunsbach. Dadurch ist das Rabbinatsmuseum auch zu einer Gedenkstätte geworden. 

Vier Jahre später, 2014, erhielt das Gebäude den Namen „Simon-Berlinger-Haus“ zum Gedächtnis an den Lehrer der israelitischen Bezirksschule, die 1936 in Braunsbach für jüdische Kinder u.a. auch aus Hall eröffnet wurde. Simon Berlinger, der unermüdliche Versöhner zwischen Juden und Christen, wäre in dem Jahr 100 Jahre alt geworden. Von Anfang an begleitete er das Museum bis zu seinem Tode im Jahre 2010.  Zu der Namensänderung kamen seine beiden Töchter mit ihren Familien aus Israel.

Jedes Jahr besuchen mehr als 1000 Menschen das Museum und seine Veranstaltungen.  Sie kommen aus der näheren und ferneren Umgebung, aber auch aus ganz Deutschland und dem angrenzenden Ausland. Mehrmals im Jahr reisen Nachfahren ehemaliger jüdischer Bürger aus Israel, Amerika, der Schweiz  und anderen Ländern an, um in der mehr als 3000 Namen umfassenden Datenbank nach ihren Vorfahren zu suchen. Es kommen Schulklassen ebenso wie Seniorengruppen, bekannte Politiker und Vereine, Vertreter und Angehörige von kirchlichen Einrichtungen ebenso wie von anderen Bildungseinrichtungen.

Im Jahre 2015 verlieh das Haller Tagblatt seinen  Medienpreis an die Museumsleiterin Elisabeth Quirbach. Ein Jahr später wurde ihr und Ihrem Mann von der Obermayer Stiftung  der „German Jewish History Award“ in Berlin verliehen. Mit ihm ehrt die amerikanische Stiftung  deutsche Bürger, die besondere Beiträge leisten, um die jüdische Geschichte und Kultur  zu erhalten. Es soll das deutsch-jüdische Zusammenleben der Vergangenheit in Erinnerung rufen und für die Zukunft wiederherstellen.

Das bislang letzte größere Projekt, das vom Rabbinatsmuseum initiiert und realisiert wurde, ist der „Jüdische Kulturweg Hohenlohe-Tauber“. Dabei  handelt es sich um ein interkommunales LEADER-Projekt, an dem unter der Federführung von Braunsbach weitere acht Kommunen beteiligt sind.  Dieser Landkreisgrenzen überschreitende „Jüdische Kulturweg“  ist der erste dieser Thematik in ganz Deutschland. Im November 2018 wurde im Ort ebenfalls ein „Jüdischer Kulturweg“ eröffnet. Er führt zu noch sichtbaren Zeugnissen der jüdischen Geschichte Braunsbachs.

Gäste sind herzlich bei der Feier willkommen!

  

Info:

Die Feier im Rabbinatsmuseum beginnt um 14 Uhr. Richard Beißer sorgt für die musikalische Umrahmung. Um 15 Uhr hält Prof. Dr. Rommel den Vortrag. Die Ausstellung ist ab 14.30 Uhr geöffnet. Die Bewirtschaftung erfolgt mit jüdischen Getränken und Speisen.

 

Im Rahmen der Veranstaltung besteht die Möglichkeit, die Ausstellung anzuschauen und/oder an einer Kurzführung durch das Museum teilzunehmen. 

Gedenken an die jüdischen Bürger Braunsbachs

 

Am 9. November jährt sich zum 80. Male die Nacht, in der in Deutschland mit Unterstützung und Billigung der kommunalen Behörden Synagogen geschändet, angezündet und zerstört wurden. Die organisierten und gelenkten Gewaltmaßnahmen gegen Juden im gesamten Deutschen Reich bedeuteten den Übergang von Diskriminierung zur systematischen Verfolgung und drei Jahre später zum Holocaust.

 

Das Rabbinatsmuseum und die Gemeinde Braunsbach erinnern in einer gemeinsamen Gedenkfeier an die Ereignisse vor 80 Jahren. Die Veranstaltung beginnt um 18.00 Uhr an der ehemaligen Synagoge (Burgenlandhalle)  in der Geislinger Straße. BM Frank Harsch und Elisabeth M. Quirbach werden das Geschehen in Braunsbach  ins Gedächtnis rufen.

Im Anschluss daran wird der neue Jüdische Kulturweg Braunsbach eröffnet. Er  führt  an Häusern ehemaliger jüdischer  Mitbürger und anderen Zeugnissen der jüdischen Geschichte im Ort vorbei. Auf diesem Weg geht es gemeinsam zu den „Braunsbacher Denksteinen“ auf dem Platz vor dem Rabbinatsgebäude geht. Die Veranstaltung wird musikalisch umrahmt von Richard Beißer. 

 

 

Nähere Informationen unter Tel. 07906-8512 

Sonderausstellung wird verlängert

 

 

Die aktuelle Sonderausstellung „Lust und Liebe im Judentum“ im Rabbinatsmuseum Braunsbach hat  bislang  viele interessierte Besucher gefunden. Aus diesem Grunde wird sie bis Ende November verlängert.

Wer die Ausstellung noch sehen möchte, sollte ab dem 1. 11. jedoch einen Besuchstermin vereinbaren. Am 4. Sonntag im Oktober, dem 28. Oktober, endet die „Sommersaison“ im Museum, so dass es keine regulären Öffnungszeiten mehr gibt. Ein Besuch ist aber immer auf Anfrage möglich. 

 

 

Terminvereinbarungen unter Tel. 07906-8512 oder rabbinatsmuseum@braunsbach.de 

Lust und Liebe

 

Partnerschaft und Ehe im Judentum

 

 

Sonderausstellung vom 22.7. bis 28.10.2018

 

 

Das Rabbinatsmuseum Braunsbach eröffnet am Sonntag, 22. Juli 2018  eine Sonderausstellung  mit dem Titel „Lust und Liebe im Judentum“.

 

Freundschaften und Liebesbeziehungen entwickeln sich in jedem Lebensalter. Der Wunsch nach einem vertrauten Du beeinflusst unser gesellschaftliche Leben. Mit der Suche nach einem Partner setzen sich alle Menschen mindestens einmal im Leben auseinander.

 

In unserer multikulturellen Gesellschaft stellt sich die Frage, ob es kulturspezifische Eigenheiten bei der Partnersuche gibt. Haben Liebe und  Sexualität,  Ehe, Familie und Scheidung je nach Weltanschauung eine unterschiedliche Bedeutung?

 

Die Ausstellung widmet sich Fragen wie z.B. Wo finden Juden und Jüdinnen passende Partner? Wie bringen sie eigene Wünsche und Erwartungen mit gesellschaftlich akzeptiertem Verhalten in Einklang? Welche Bedeutung haben Liebe und  Ehe, Familie und Scheidung heute?

 

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Öffnungszeiten der Ausstellung:

Vom 22.7. bis 28.10.2018  jeden 2. und 4. Sonntag im Monat, jeweils von 14 – 18 Uhr; für Gruppen auf Anmeldung

Eintritt: 5 €; erm. 3 €

 

 

 

Sonntag, 4.2.2018 - 15 Uhr

Rabbinatsmuseum Braunsbach

 

Titus Simon liest aus „Kleinstadt-Hippies“

Am Sonntag,  4. Februar 2018, 15 Uhr liest Prof. Dr. Titus Simon aus seinem Roman „Kleinstadt-Hippies“, dem dritten Band der schwäbisch-hohenlohischen Trilogie  im Rabbinatsmuseum Braunsbach.  Musikalisch begleitet  wird er von Erik Beisswenger.

 

Eine Clique Jugendlicher einer hohenlohischen Kleinstadt steht im Mittelpunkt dieses Romans. Zu ihr gehört auch Aron Winter, der Sohn Jakobs, eines Überlebenden der Deportationen nach Riga

Die Ausbruchsversuche der Jugendlichen stoßen in der Provinz der 70er Jahre häufig auf harte, manchmal sogar unüberwindbare Widerstände. Eine Zeitlang teilen sie das Gefühl, es sei an der Zeit, die Welt aus den Angeln zu heben.

Doch: Träume zerplatzen, Wege führen auseinander.

Jahrzehnte später fragen sie sich, was von ihren Wünschen und Hoffnungen geblieben ist. Ein Roman über das schwierige Anderssein in der schwäbisch-hohenlohischen Provinz.

 

Titus Simon stellt in dieser Lesung die Erlebnisse Arons in den Mittelpunkt, der sich nicht als Jude fühlt – und dennoch immer wieder als solcher wahrgenommen und gelegentlich auch diffamiert wird. Die Lesung führt  nach Israel, wo Aron nächtliche Gespräche mit einem  aus Breslau stammenden Juden führt, er auf seine Halbgeschwister trifft und dem gleichaltrigen Juri begegnet, der soeben aus dem Jom Kippur-Krieg nach Hause kommt.

 

 

Die Überleitungen zwischen den Texten nimmt erneut der Oberroter Liederpoet Erik Beisswenger vor, der speziell für diese Lesung ein neues Programm zusammengestellt hat.